Empathy-Based Learning Design Framework (EBLDF)
Die Methodischen-Bausteine
| Säule 1: Design | Säule 2: Psychologie & Dynamik | Säule 3: Kommunikation & Feedback |
| • Human-Centered Learning Design • Action-Mapping | • SCARF-Modell • Themenzentrierte Interaktion (TZI) | • Gewaltfreie Kommunikation (GFK) • 4-Ohren-Modell • Radical Candor • Carl Rogers (Personenzentrierter Ansatz) |
Das Framework in der Praxis
Dieses Framework teilt sich in drei Anwendungsbereiche auf, um Empathie und Struktur in Lernprozesse zu bringen:
🎯 1. Kursentwicklung
- Fokus: Aktives Lernen & Verstehen der Lernendenbedürfnisse
- Werkzeuge: Human-centered Learning Design, Action-Mapping
👥 2. Arbeit mit Gruppen
- Fokus: Herstellen von Vertrauen & Eigenverantwortung
- Werkzeuge: SCARF, TZI (Themenzentrierung), GFK (Gewaltfreie Kommunikation)
💬 3. Mentoring & Feedback
- Fokus: Wachstum durch Beziehung
- Werkzeuge: 4-Ohren-Modell, Radical Candor, Carl Rogers
Das EBLD-Framework basiert auf folgenden grundlegenden fünf Axiomen:
- Menschen sind neugierig und fähig: Diese Annahme setzt ein positives Menschenbild voraus und betont die inhärente Motivation und die Fähigkeiten der Lernenden.
- Technologie besitzt keine Qualia und kann deshalb nie Empathie empfinden: Es gibt eine klare Grenze zwischen menschlichem Bewusstsein (und damit Empathie) und technologischer Datenverarbeitung und Ausgabe.
- Autonome Entscheidungen durch Technologie ohne menschliche Kontrolle ist weltbedrohend: Unkontrollierter künstlicher Intelligenz birgt eine Gefahr für alle menschenbezogenen Prozesse und Umgebungen.
- Das Wohl Vieler darf nie gegenüber dem Wohl Einzelner abgewogen werden: Die Würde und das Wohlergehen jedes Einzelnen muss im Vordergrund stehen.
- Physisches Wachstum ist endlich, geistiges Wachstum ist unbegrenzt: Diese Unterscheidung betont das unendliche Potenzial der geistigen Entwicklung im Gegensatz zu Begrenzungen physischer Ressourcen.
Folgerungen aus den Axiomen
- Axiom (Menschliches Potential): Menschen sind neugierig und fähig.
- Folgerung: Aktives eigenverantwortliches Lernen ist passivem auferlegtem immer vorzuziehen.
- Axiom (Grenzen der Technologie): Technologie besitzt keine Qualia und kann keine Empathie empfinden.
- Folgerung: Technologie darf nie vortäuschen dürfen menschlich zu sein. Da Technologie kein echtes Bewusstsein und innere Prozesse (Freude, Schmerz, Leid, Euphorie, …) hat, wäre jede Darstellung von Empathie eine Täuschung.
- Axiom (Menschliche Kontrolle): Autonome Entscheidungen durch Technologie ohne menschliche Kontrolle sind weltbedrohend.
- Folgerung 1: Entscheidungen dürfen nur von Menschen getätigt oder definiert werden, da nur Menschen Verantwortung für ihr Tun übernehmen können.
- Folgerung 2: Menschen dürfen nur durch andere Menschen geführt werden. Führung und grundlegende Entscheidungen erfordern menschliches Urteilsvermögen und ethische Abwägung.
- Axiom (Unantastbarkeit des Einzelnen): Das Wohl Vieler darf nie gegen das Wohl Einzelner abgewogen werden.
- Folgerung: Vernachlässigung Einzelner darf nie mit der Entwicklung vieler gerechtfertigt werden. Dies bekräftigt die ethische Priorität des Individuums vor kollektiven Zielen.
- Axiom (Ressourcen & Wachstum): Physisches Wachstum ist endlich, geistiges Wachstum ist unbegrenzt.
- Folgerung: Fokus muss auf positiver geistiger Entwicklung des Einzelnen liegen und gleichzeitig auf der Schonung von lebenswichtigen physischen Ressourcen. Das Modell fordert eine Verschiebung des Fokus hin zu immateriellem Wachstum, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
Diese Folgerungen zeigen, wie die grundlegenden ethischen und philosophischen Axiome die Struktur und die Anwendung des Empathy-Based Learning Design Frameworks (EBLDF) fundamental bestimmen.